Dienstag, 16. Juli 2013

you had me at hello

da ich nicht wusste, über was genau ich bloggen soll, habe ich mich mal an soetwas wie ein einer "geschichte" probiert. ich hoffe es gefällt euch trotzdem.



Sie wartete schon den ganzen Tag darauf, dass es endlich 13 Uhr wurde. Während sich alle auf die kommenden Bands freuten, die heute spielen werden, freute sie sich nur auf ihn. Aber neben der Freude kam auch Angst auf. Was, wenn sie ihm nicht gefallen würde? Was, wenn der, den sie schon so lange so sehr mochte, sie einfach nicht schön genug finden würde? Diese Frage stellte sie sich schon lange, auch wenn sie nie damit gerechnet hätte, dass sie ihn jemals treffen würde. Eigentlich hatte sie sich schon lange eingeredet, dass das eh nichts werden würde, doch ein Stück Hoffnung überkam sie immer wieder, egal wie oft sie versuchte, sich das auszureden. Schon oft hatte sie sich im Kopf vorgestellt, über was sie reden würden, was er sagen würde, was sie antworten würde. Aber all diese Gespräche waren jetzt wie gelöscht, denn sie hätte auch niemals damit gerechnet, dass sich darüber wirklich einmal ernste Gedanken machen müsste. Es kam ihr ihm nachhinein schon ein bisschen peinlich vor, dass sie manchmal zuhause im Bett lag und sich vorstellte, was für Gespräche sie mit ihm führen würde. Sie versuchte sich irgendwie abzulenken, doch alles an was sie denken konnte war er. 

Sie schaut nervös auf die Uhr. Ob er überhaupt kommen wird? Seine SMS kam auch eher unerwartet. Vielleicht hat er es vergessen. Bestimmt hat er es vergessen und sie machte sich all diese Gedanken umsonst. „Egal“, denkt sie sich. Wenn er nicht kommt, ist mir das auch egal. Natürlich war es ihr nicht egal und so stand sie langsam auf und lief, mit dem Kopf voller Gedanken, zu dem vereinbarten Treffpunkt. Sie blickte sich um, doch er war noch nicht da. Immer wieder sieht sie nervös auf ihre Uhr. Plötzlich hört sie seine Stimme, so ruhig, aber doch so selbstbewusst. „Hey!“ - sie blickt auf und sah ihn. Er war noch schöner, als auf all den Bildern, die sie gesehen hatten. Die tausend Dinge, die durch ihren Kopf schossen, waren auf einmal weg. Da war nur noch er. Wie er da stand und sie anlächelte. Sie konnte nicht wirklich viel sagen. Vielleicht weil sie nicht wusste was. Vielleicht weil sie ihn nicht langweilen wollte. Aber sie musste nichts sagen, genauso wenig wie er, denn es reichte ihr einfach, wie er da stand. Dass er gekommen war. Dass er so schön aussah. 

Doch mit der Zeit überkamen sie wieder all die Zweifel und sie schaffte es nicht, sie zu verdrängen. Er war viel zu schön für sie und bestimmt wusste er selbst, dass er bei den Frauen gut ankommt. Warum sollte er sich ausgerechnet für ein Mädchen wie sie entscheiden? Das war nicht wie in den vielen Liebesfilmen, dass die beiden sich verlieben und es ein riesen Happy End geben wird. Es wird nie wie in Filmen sein. Ihm kam es bestimmt nicht auf Charakter an. Wen interessiert schon der Charakter, wenn das Äußere nicht stimmt? Sie würde ihn nie als oberflächlich beschreiben. Er ist nunmal wie er ist. Und er ist ein Mann, der eine schöne Frau an seiner Seite will. Und zu seiner Vorstellung von einer "schönen Frau" wird sie nie gehören.

Warscheinlich war es das erste und das letzte Mal, dass sie ihn gesehen hat. Aber sie wird nie vergessen, wie er geredet hat, wie er sich bewegt hat, wie gut er gerochen hat. Doch sie wird auch nie vergessen, dass dieser Mann nicht für sie bestimmt ist. Dass er eines Tages seine große Liebe finden wird und dass es ihr das Herz brechen wird. 

Sie verabschiedeten sich und als er ging, blickte sie ihm noch lange hinterher.



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